Blockupy

16. März 2015

Noch so’ne Blockupy-Kacke, wahrscheinlich kein offizieller Aufkleber, trotzdem richtig scheisze ekelhaft und bisher habe ich nirgends eine Distanzierung gefunden:

Blockupy


Blockupy – oder: Ein trauriger Tag

13. März 2015

Interessant ist, dass mir in dem ganzen Blockupy-Gehype und dem Gerede von der griechischen Bewegung und dem Möglichkeitsraum, der sich durch Syriza eröffnet habe, kein einziges Mal eine Bezugnahme auf die Reparations- und Entschädigungsforderungen aus Griechenland untergekommen ist. Die deutsche Linke geht in diesem Punkt offenbar vollkommen mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft und der Regierung konform, die sich ebenfalls durch eine – gelinde gesagt – Ignoranz gegenüber den berechtigten Forderungen nach Rückzahlung der Schulden und Zahlungen für den erlittenen materiellen Schaden – ganz zu schweigen von dem deutscherseits verursachten Leiden – auszeichnet. Offenbar ist mit solch unsexy Themen keine linke Bewegung zu machen – da lieber eine Bank (jaja, wir wissen es: es ist keine Geschäftsbank) ins Visier nehmen.

In diesem Zusammenhang ein Hinweis auf einen Artikel von German Foreign Policy:

Ein trauriger Tag
THESSALONIKI/BERLIN (Eigener Bericht) – Am kommenden Sonntag gedenkt
die jüdische Gemeinde Thessalonikis der etwa 50.000 Deportierten, die
ab 15. März 1943 in 19 Bahntransporten mit jeweils 40 Güterwagen in
die Vernichtungslager Auschwitz und Treblinka verschleppt wurden. Nur
wenige kehrten zurück. Die internationalen Feierlichkeiten werden von
der deutschen Weigerung überschattet, für die Schäden an Leib und
Leben der Deportierten sowie für die materiellen Verluste in vollem
Umfang aufzukommen. Insgesamt schuldet die Bundesrepublik Deutschland
in Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches den jüdischen Gemeinden
Griechenlands über eine Milliarde Euro. Für die deutsche Weigerung
verantwortlich ist das Auswärtige Amt, dessen „Staatsminister für
Europa“, Michael Roth (SPD), den griechischen Juden empfiehlt, sie
sollen das Leid ihrer Opfer nicht länger „aufrechnen“. Statt zur
Rückzahlung der Schulden sei Berlin zu unverbindlichen
Wohlfahrtsleistungen eigenen Ermessens und „für eine bessere Zukunft“
bereit. Bettelbeträge sollen über die Bundesstiftung „Erinnerung,
Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) fließen, in der die
Regierungsparteien und die deutsche Opposition gemeinsame Sache
machen.

Weiter hier.


Trauer.

22. April 2013

Ivi, Hort meiner antideutschen Post-Adoleszenz, geräumt – ein schwarzer Tag!
Nie wieder Bierchen trinken im Stalingrad-Saal, nie wieder Lesekreis in der ranzigen Bibliothek oder Chillen auf dem Balkon mit Blick auf die Senkenberganlage.

Kommt morgen zur Tag X + 1-Demo in FfM, 18 Uhr Kaisersack und achtet auf weitere Ankündigungen auf
twitter
facebook
und der ivi-Homepage.

Schnüff .. aber:
ivi bleibt stabil!


Irrelevanz verteidigen!

10. März 2013

„Kritisches Denken braucht Zeit und Raum – Aufruf zur demonstrativen Solidarität mit dem räumungsbedrohten IvI!

Am Mittwoch, den 13. März 2013, um 18 Uhr findet eine Solidaritäts-Demonstration von Sympathisant_innen des räumungsbedrohten Frankfurter Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) am Moritzplatz statt.“

weiter hier


Tage wie diese ..

06. Februar 2013

Ein Tag von 3 Flüchtlingen in Bayern


Fast so geil wie ehrenamtliche Lohnarbeit:

05. Dezember 2012

„kommerzielle Werbung für Bettelei“.

Natürlich „von ausländischen Bettlerbanden“ [OB Ude, München] bzw. „organisierten Bettler-Banden aus Osteuropa“
[Merkur Online]

P.S.
Nützlicher Tipp am Rande:
„Ein Tipp für den, der gezielt heimischen Bettlern etwas Gutes tun möchte: in der Regel sind sie von Mitgliedern der Bettel-Mafia durch ihre Sprachkenntnisse zu unterscheiden.“


Ein anderer Blick auf die Krise in Griechenland

25. August 2012

Widerstand und „Widerstand“ in Griechenland heute

Deutschland demonstriert zurzeit mit Post-Wiedervereinigungsstärke, wer in Europa das Sagen hat und wie die klimatische Selektion in gute und böse Länder vonstatten zu gehen hat (faule Südländer, fleißige Nordländer). Dies mit tatkräftiger Unterstützung geschlossener Reihen der Population samt ihrer politischen Formationen. Das ist der traditionelle völkische Vorgang mit erprobtem rassistischem Praxisbezug. Selbstverständlich sollte es sein, dass man/frau persönliche unmittelbare Gegnerschaft bzw. Widerstand dagegen leistet, verbal und praktisch. Was aber nicht eine automatische Selbstverständlichkeit ist, ist, dass jede der Form nach widerständige Aktion der Massen in den betroffenen Ländern zu heroischem Aufstand verklärt und sich mit denen solidarisiert wird. Es sei denn, die reale gesellschaftliche Situation wird im Bewusstsein ausgeblendet, um die brennenden Barrikaden als Projektion der eigenen Ohnmächtigkeiten politisch und sozial nutzbar zu machen. Solidarität kann nur aus Inhalten entstehen und aus nichts anderem. Anderenfalls führt diese Solidarität zur Stärkung der vor Ort explodierenden rassistischen, antisemitischen und chauvinistischen Exzesse, wie sie seit einiger Zeit in Griechenland stattfinden.

Der Syntagma Platz als Ort und Kristallisationspunkt der Contra Rebellion oder die Volkssynthese
Die Realität in Griechenland spricht genau diese Sprache: Täglich finden Angriffe gegen MigrantInnen und Flüchtlinge statt. Die erdrückende Mehrheit der griechischen Gesellschaft und die griechische Polizei machen das Leben der dort lebenden „Nicht-Griechen“ zur Hölle. Es ist absolut kein Widerspruch, sondern eine Einheit, gegen das „Spardiktat“ der EU und der Troika und gegen die „Fremdkörper“ mit der gleichen Militanz vorzugehen. Linksradikale säubern ihre Stadtteile von Junkies und Dealern, Rechtsradikale von MigrantInnen.

Allein innerhalb von 17 Tagen im Juni fanden über 300 Angriffe mit Schwerverletzten und traumatisierten MigrantInnen statt. Der Monat August war sehr heiß, besonders für die Roma. Hunderte Bürger, unterstützt von der Polizei und den Neonazis des „Goldener Morgen“, überfielen Roma-Siedlungen in Aitoliko. Eine ganze Nacht dauerten die Straßenschlachten. Drei Tage später hat der Mob in Rio die dort campierenden Roma angegriffen, um sie zu vertreiben. Innerhalb von drei Tagen in der ersten Augustwoche verhaftete die Polizei in militärisch organisierten Razzien über 6000 MigrantInnen und Flüchtlinge. Das Volk atmete auf. Gewiss, die ökonomischen Zustände haben zu einer Instabilität des finanziellen Gefälles gegenüber den MigrantInnen geführt; auch wenn dies bei weitem nicht so der Fall ist, wie es von MigrantInnen gewünscht wäre, da sie froh wären, wenn sie den Stand der nun Deklassierten erreichen könnten. Umso deutlicher aber stabilisiert sich der rassistische Alltag. 86% waren vor der sogenannten Krise in GR gegen „Ausländer“, während der Krise auch. Mit dem qualitativen Unterschied, dass dieser Volkswille bei den letzten Parlamentswahlen mit 20 %-igem Stimmenanteil der Neonazis (Goldener Morgen) und anderer Faschisten (Unabhängige Griechen, LAOS usw.), auf der legislativen Ebene verfestigt wurde – bei gleichzeitigen Höhepunkten der rassistischen Angriffe. Von dem antisemitisch veranlagten Hoffnungsträger (auch der hiesigen Linken), dem Linksbündnis SYRIZA, ganz zu schweigen. Von der Lüftung dieser und anderer Geheimnisse handelt die Veranstaltung mit der Gruppe „Antifa Casa del Campo“, einer Athener Antifa-Gruppe aus griechischen und migrantischen AntifaschistInnen. Ihr Motto: „Der Feind ist das eigene Land“.

Frankfurt: 12. September, 20.00 Uhr, Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI)
Hamburg: 13. September, 20.00 Uhr, Rote Flora
Bremen: 14. September, 20.00 Uhr, xxx

Moderation: Café Morgenland

[via]


30.05.: Rave für das Institut für vergleichende Irrelevanz

24. Mai 2012

… am 30.5. um 18:30 vor der hessischen Landesvertretung in Berlin

„Das 2003 zu­nächst von Stu­dis be­setz­te Haus hat sich in der Zeit sei­nes Be­ste­hens zu einem, wenn nicht dem Kno­ten­punkt in der ge­sell­schafts­kri­ti­schen Frank­fur­ter Sub­kul­tur und Stu­di­sze­ne ent­wi­ckelt. Die wohl ein­zig­ar­ti­ge Ein­rich­tung, die Wis­sen­schaft, Kul­tur und po­li­ti­sche Pra­xis ver­bin­det und auch wei­ter­hin und tief­grei­fen­der ver­bin­den will, be­her­bergt jedes Se­mes­ter eine Viel­zahl an au­to­no­men Tu­to­ri­en zu The­men, die an der Uni zu kurz kom­men, oder dort gar nicht erst be­spro­chen wer­den. Au­ßer­dem soll es Treff- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­ort der ge­sell­schaft­lich Ir­re­le­van­ti­sier­ten sein, wie das IvI sie nennt.
Das Ge­bäu­de, war bis vor ca. einem hal­ben Jahr im Be­sitz der Uni, wurde aber dann an einen In­ves­tor ver­kauft. Die­ser hat heute die Ein­gangs­tür auf­ge­bro­chen und Strom sowie Was­ser ab­ge­stellt, die An­we­sen­den wur­den ab­ge­filmt. Eine Sitz­blo­cka­de konn­te ein wei­te­res Vor­ge­hen ver­hin­dern. Den Leu­ten im IvI wurde mit Po­li­zei ge­droht. Eine tat­säch­li­che Räu­mung scheint un­mit­tel­bar be­vor­zu­ste­hen.“

Wir lieben das IvI. Und das IvI liebt uns.

Um das zu zeigen, wird am 30.5. um 18:30 vor der hessischen Landesvertretung in Berlin eine Solikundgebung stattfinden, auf der gezeigt wird, was wir vom IvI halten (sehr viel) und was von denen, die es räumen wollen.

https://www.facebook.com/events/231547436961312/
http://weloveivi.wordpress.com/

SPREAD THE WORD!


Rettet das ivi – rettet die Irrelevanz!

22. Mai 2012

Das Institut für vergleichende Irrelevanz – liebevoll ivi genannt – ist akut räumungsbedroht! Charaktermasken des Kapitals haben sich in einem widerwärtigen Konglomerat namens Franconofurt zusammen gefunden, der Universität unter Ausschluss und offensichtlich auch Manipulation der Öffentlichkeit und der ivi-Nutzer_innen das Gebäude abgekauft und sind am heutigen Tage auch in das Haus eingedrungen, um Strom und Wasser abzustellen und die Haustür mitgehen zu lassen.

Als Reaktion fand heute bereits eine Spontandemo zu Franconofurt und zum Uni-Präsidium statt, für nächste Woche mobilisiert u.a. der Frankfurter Asta zu einer größeren Demo.

Weitere Infos:
- auf twitter
- ein Interview beim audioarchiv
- bürgerliche Presse aus den letzten Wochen: taz und Frankfurter Rundschau

Bitte:
- verbreitet den Demo-Aufruf
- unterzeichnet die Petition für das ivi
- bringt Euren Unmut gegenüber dem Uni-Präsidium und Franconofurt zum Ausdruck


Mohammad Rahsepar, Opfer deutsch-iranischer Kollaboration

08. Februar 2012


„Tote Flüchtlinge und deutsche Lippenbekenntnisse“
:

„In der Nacht zum 29.01.2012 nahm sich der 29-jährige Mohammad Rahsepar aus dem Iran in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg das Leben. Schon seit Monaten spielte er mit Selbstmordgedanken, der Heimarzt empfahl dringlichst eine Verlegung Rahsepars. Die Heimleitung ignorierte diesen Antrag und gibt sich nun überrascht. Dabei haben die elenden Flüchtlingsbaracken in Bayern eine Geschichte; diese wird durch die iranische Exilcommunity wieder aufgerollt. Sie ruft für den 13. Februar zu einer Demonstration in Würzburg auf.“

Aufruf zur Demo am 13.02. in Würzburg:

„Man kaserniert sie, dass sie nur keine Freude haben an der Befreiung von den unmittelbaren Zwangsgewalten, vor denen sie flohen, und sich wieder aus freiem Willen verflüchtigen: „Die Verteilung und die Zuweisung darf die Rückführung der betroffenen Personen nicht erschweren: sie soll die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern.“ (Asyldurchführungsverordnung Bayern) Gerade einmal 40,90 Euro (die vorgeschriebene rechtliche Bargeldzahlung an Flüchtlinge) trennen den Menschen vom Ding (d.h. natürliches Wesen zu sein; wie bspw. ein Tier). Mit dieser Erkenntnis verkommen die zu Phrasen geronnen Ausdrücke einer „humaneren“ und einer „der Würde des Menschen angemesseneren Unterkunft“ seitens der Politik zur bloßen Farce. Sie fordern eine humanere Kasernierung dieser überflüssig gemachten Wesen europäischer Flüchtlingspolitik. Der deutsche Staat bringt sie damit jedoch noch nicht um, hilft aber hier und da ein bisschen nach. Und dass dies nun Wirklichkeit geworden ist, damit will die zuständige unterfränkische Regierung freilich nichts zu tun haben, erklärt doch der Pressesprecher Johannes Hardensacke ernsthaft: „Wir sehen keinen Zusammenhang, dass der Selbstmord (von Mohammad Rahsepar) mit der Unterbringung in der Gemeinschaftsunterkunft zusammenhängt.“ Anderes verlautbaren Mitbewohner und der verantwortliche Arzt, bei dem Mohammad in Betreuung war. Mohammad beteuerte selbst: „Ich kann doch nicht dauernd in meinem Zimmer bleiben.“ Zunehmend geplagt von den dortigen Umständen, nahm er sich schließlich das Leben.“

Spendenaufruf:

„Wir bitten weiterhin um dringend Spenden, viele AsylbewerberInnen der Lager in Aub und Aschaffenburg wollen auch an der/den Demonstration(en) teilnehmen, zudem brauchen wir Bustickets für die Würzburger Flüchtlinge, und für die etwa 60 Leute, die noch am Lebensmittelboykott teilnehmen. Soweit uns bekannt kümmert sich darum bisher niemand.. Wer spenden will bitte einfach einen Kommentar hinterlassen, wir kontaktieren euch dann.“


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