Auf einer Skala von eins bis zehn: Wie Scheisse ist Deutschland?

24. September 2010

[D]ie ‚Krise der antideutschen Bewegung’ spiegelt, so vermuten wir, in gewisser Weise diese Veränderung, weil in der Kritik nicht eingeholt, wider. Dies zeigt sich an einem Auseinanderklaffen von Positionen: Dem gebetsmühlenartigen Alarmismus in Teilen der Antideutschen, durch den teilweise der Eindruck entsteht, als ginge vom Urteil der weitgehenden Identität von Nationalsozialismus und postnazistischem Deutschland bzw. Islamismus eine beruhigende, nahezu befriedigende Wirkung aus. Diesem steht der Antinationalismus wie z.B. dem des „Ums-Ganze“-Bündnisses gegenüber. Verfolgt wird eine post-autonome Bewegungspolitik, in der Staat, Nation und Kapital im Allgemeinen „scheiße“ gefunden werden, hingegen Deutschland als Spezialfall der allgemeinen kapitalistischen Schweinerei zur Nebensächlichkeit und Israelsolidarität für passé erklärt wird. Beides verstehen wir als Reaktionen, die sich selbst als solche nicht bewusst sind, auf ein – gar nicht neues, mithin in der allgemeinen Logik des Kapitals angelegtes – Verschwinden der Bedeutung von Geschichte, einer zunehmenden Irrealisierung der Bedeutung von Auschwitz als handhabbarem Faktum sei es in der Kulturindustrie oder der Realpolitik.

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