Wir sind nicht alle …

30. Juni 2009

… es fehlen die Gefangenen.


Ostmark vs. Ostküste

29. Juni 2009

ORF.AT: Nazipropaganda pur
[via]


Good Bush, bad Bushido

29. Juni 2009

starblog, das gepflegte Web 2.0-Magazin für kritische Zecken, berichtet live vom Transgenialen CSD, wo ein prominenter Homophobiker unversehens in Bedrängnis kam1.

Bushido ist somit an diesem Wochenende der Michael Jackson Kreuzbergs gewesen und entsprechend oft gebloggt worden. Ich begnüge mich hier mit dem Zitat eines rap.de-Kommentars von AL Khaled, der im Wesentlichen meinen Standpunkt wiedergibt:

„Auf dem unteren Bild, das zweite von links, der Mann sieht aus wie der Iraner Ahmadinedschad hahaha, ne im Ernst, schade das ich nich schwul bin, also ich wäre da zugern dabei gewesen, hätte ich das gesehen ich hätte Nyze und anis halb tot geschlagen, was fällt denen ein, bloss weil einer schwul ist den gleich anzupöbeln, das sind auch nur menschen und einen zu dissen bloss weil oder eben dass er schwul ist, wie niveauloser geht es noch, das ist ja farid bang und al gay gear niveau, egal ich hätte der frau geholfen und anis geklatscht nyze, der student soll nur kommen studiert architektur und führt sich auf wie ein gangster dabei kann er nix, egal schon peinlich wenn man deutscher ist und so ne enge sicht der dinge hat wie anis, dass man schwule hasst, ich mag die auch nich dass ich mich für die übelst einsetzen würd, aber man sollte sie in ruhe lassen solange sie uns in Ruhe lassen fertig!Und arafat und nasser, jungs ich würde euch so gerne mal meine taekwando kentnisse zeigen, wie ein ECHTER LIBANESE kämpft und nich wie ihr auf Libanese macht aber in wahrheit Palästinenser ist nur um in Deutschland aufenthaltserlaubnis zu bekommen aber ihr feigen schamoaudas kommt ja nich ausm cafe raus, OPFER!!!“

  1. Fotos der Auseinandersetzung [zurück]

Kundgebung zu Iran So. 14.00 Uhr Berlin

20. Juni 2009

Ich poste das mal, in der Hoffnung, dass es keine Pro-Moussavi-Kundgebung wird:

„Kundgebung

Der Iran Befindet sich heute in seiner schwersten Stunden. Nachdem verordneten Präsidentenschafts Wahlen vor eine Woche und darauf folgende Wahlfälschung, gehen Milionen Menschen auf die Strassen um ihren Wut und Verachtung gegenüber das Unrechtregime der islamischen Machthabern Ausdrück zu verleihen. Diese Menschen zahlen unter ihre Lebenseinsatz, einen höhen Preis für das Langersehnten Freiheit und Demokratie. Wir Solidarisieren Uns mit diesen mutigen Frauen und Männer im Iran und fordern die Puchisten auf, sich die Wille der freiheitsliebende Menschen im Iran zu Beugen. Es Lebe die Freiheit- Zende Bad Azadi

Im Iran soll zu dieser Zeit (16 Uhr im Iran ist 14 Uhr in Deutschland) eine verbotene Demonstration stattfinden, die Menschen wollen auf die Straße gehen, obwohl diese nach Quellen aus dem Iran voller Militär und Milizen sind. Nach der Rede Khameneis am Freitag, wonach die Wahl Ahmadinejads „definitiv“ ist und die Proteste von „Feinden des Islam“ betrieben werden, ist mit dem Schlimmsten zu rechnen.

Zeit: Am Samstag den 20.06.2009 um 14 Uhr
Ort: Kurfürstendamm Ecke Joachimstalerstraße
U-Bhf. Kurfürstendamm“


Ali Schirasi-Reproduktionen

16. Juni 2009


„Iran: Die Menschen denken selber“

„Bei den Demonstrationen vom Montag, den 15. Juni 2009, gegen die Fälschung der Wahlergebnisse im Iran, ging die Parole, dass man am nächsten Tag auf dem Wali-Asr-Platz in Teheran erneut versammeln wolle. Die in Ahmadineschads Hand stehenden Massenmedien – Radio, Fernsehen – riefen darauf seine Anhänger auf, sich am 16. Juni auf dem Wali-Asr-Platz zu versammeln. Die von Ahmadineschad ausgebooteten Kandidaten – Mir-Hossein Mussawi und Karubi – forderten ihre Anhänger auf, nicht zu demonstrieren. Bei den Demonstrierenden stießen sie dabei auf taube Ohren. Sie erwiesen sich als mündige Bürger und beschlossen, trotzdem auf die Straße zu gehen. Allerdings im nördlicher gelegenen Abschnitt zwischen dem Wanak-Platz und dem Tadschrisch-Platz, um Zusammenstöße mit Ahmadineschads Schlägern zu vermeiden. Auf der Gegendemonstration wurden Flugblätter verteilt, die dazu aufriefen, Ruhe zu bewahren:
Aramesh bar golule piruz mishe – Ruhe siegt über Gewehrkugeln.
Laut Angaben von Augenzeugen sollen am 16. Juni in Teheran 150.000 Menschen gegen die Wahlfälschung auf die Straße gegangen sein.“

„Studenten im Visier“:

„Der nächtliche Überfall auf Studentenwohnheime im ganzen Iran ist vor dem Hintergrund einer landesweiten Aktion der Regierung Ahmadineschad (Ajatollah Chamenei) zu sehen, mit dem Ziel, die Protestbewegung nach dem Wahlbetrug zu köpfen. Wie schon früher berichtet, gibt es im Iran keine Oppositionsparteien im westlichen Sinne. Die Studentenbewegung ist die einzige Organisation, die Proteste organisieren kann, die dann auf die gesamte Bevölkerung übergreifen können. Deshalb hat Ahmadineschad in der Nacht vom Sonntag (14.6.) auf Montag (15.6.) gegen 2 Uhr nachts Hisbullahis und Sondereinheiten in zahlreiche Studentenwohnheime in Teheran, Isfahan, Schiras, Maschhad, Kermanschah, Babol-Sar, Urumije und Tabris geschickt, wo sie koordiniert mit Streumunition, Messern und Ketten auf die Studenten losgingen und viele Menschen verletzten und verhafteten. Zugleich ruinierten sie die gesamte Einrichtung der Wohnheime, die Küchen usw.
Laut neuesten Meldungen sollen bei diesen Angriffen allein in Teheran fünf Studierende ermordet worden sein, zwei davon Studentinnen.“

„Im Krankenbett droht die Verhaftung“:

„Chirurginnen und Krankenschwestern des Imam-Chomeini-Krankenhauses (1000 Betten) in Teheran haben heute, den 16. Juni 2009, gegen den Einsatz von Streumunition gegen Demonstranten und Studenten protestiert und sich im Innenhof des Krankenhauses zum Sitzstreik versammelt. Sie wiesen darauf hin, dass bei dem Überfall auf ein Teheraner Studentenwohnheim, der von Hisbullahis und Spezialkräften verübt wurde, vom zweiten Stock des Wohnheims mit Streumunition auf die Studenten geschossen wurde, die daraufhin von Chirurgen des Krankenhauses operiert wurden. Viele der Verletzten mussten aber trotz ihrer kritischen Lage das Krankenhaus schnell wieder verlassen, weil drei Angestellte des Krankenhauses mit dem Geheimdienst kooperieren und der Geheimdienst die Namen und Adressen aller im Zusammenhang mit den Demonstrationen verletzten Patienten wissen will. Die Betroffenen wissen um die Gefahr der Verhaftung und versuchen deshalb, das Krankenhaus schnellst möglich zu verlassen.“

Wie bereits hier erwähnt, ist Ali Schirasi nicht nur als Blogger, sondern auch als Schriftsteller und Referent aktiv – also Bücher kaufen und zu Vorträgen einladen – 100% Old School guaranteed.


ACAB auf Farsi

15. Juni 2009

„The Basiji HQ building got burned down by ppl, bcz 1 person got killed outside.“

More Tweets here.

Linkdump:

Cosmoproletarian Solidarity

Bikepunk 089

Denial of Service-Attack gegen staatliche Stellen des Iran (?)

Krasse Bilder
1
, 2


Iran Minorities Human Rights Organisation


Diskussion bei stattbahnhof

Spiegel Online 1, 2


Der Führer spricht

15. Juni 2009

Hier wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.1

Hätte Elsässer in den 1930ern publiziert, hätte sich das wohl so gelesen:

„Hier wollen Swinger, Berliner Asoziale und jüdisch-homosexuelle Spekulanten ein Fest feiern. Gut, dass Hitlers Leute ein bisschen aufpassen und den ein oder anderen in die Gaskammer befördert haben.“

  1. [source: hXXp://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/06/15/gluckwunsch-ahmadinedschad] [zurück]

Massenproteste in Teheran

13. Juni 2009

„Ich kann es nicht glauben, seit der Iranischen Revolution vor 30 Jahren haben wir nicht so frei demonstriert“, sagt eine Frau, die im Protestzug mitmarschiert. In ihren Sprechchören setzen die Teheraner den verhassten ehemaligen Monarchen und Präsident Ahmadinedschad gleich: „Egal ob Schah oder Arzt, Diktatoren sind sie beide.“ Dutzende Demonstranten filmen mit ihren Handys: Dieser historische Moment soll festgehalten werden.

Doch dann laufen die Menschen plötzlich auseinander: Die gefürchtete Revolutionsgarde fährt mit Motocross-Rädern in die Menge, rammt Menschen, die Männer treten um sich. Polizei zu Fuß knüppelt wahllos auf Unbewaffnete ein. Eine alte Frau wird von Uniformierten zu Boden geschlagen. Journalisten werden mit Schlagstöcken bearbeitet und getreten, auch das SPIEGEL-ONLINE-Team.

Die Polizisten greifen sich junge Männer aus der Menge, zerren sie unter Schlägen zu ihren Bussen. Geheimpolizisten haben die Hand am Gürtel: Jeden Moment können Schüsse fallen.

Die Masse weicht in Seitenstraßen aus, für einen kurzen Moment stehen die Menschen unter Schock. Dann passiert das Unerhörte: Die Demonstranten setzen zum Gegenangriff an. Junge Männer greifen sich Holzlatten, Wahlplakate und schlagen zurück. Alte Frauen hängen sich an die Beine Gefangengenommener, reißen sie der Polizei buchstäblich aus den Händen.

Viele in Iran haben die Gängelei satt

Treibjagden auf Geheimdienstler in Zivil beginnen: „Ihr Verbrecher“, schreien Frauen auf sie ein, während Männer sie zusammentreten. Ein alter Straßenfeger hebt einen Ziegelstein auf, er sieht den Tag der Abrechnung gekommen. Nur mit Mühe halten ihn Umstehende davon ab, sich in die Schlacht zu stürzen.“

[source]

Videos von den Demos und Ausschreitungen in Teheran bei youtube: 1, 2

Der angebliche Reformer Moussavi ist jedoch eine mehr als zwielichtige Figur. Bei wikipedia heißt es:

„Mussawi war zuerst Chefredakteur der IRP-Zeitung, dann nach der Absetzung von Bani Sadr ab 5. Juli 1981 Außenminister, schließlich am 29. Oktober 1981 während des Krieges mit Irak bis zur Verfassungsänderung am 3. August 1989 Premierminister des Iran. Zu seinen Leistungen zählt man die Organisation der Wirtschaft während des Krieges mit einem strengen Rationalisierungsprogramm.

Aktuell hat Mussawi einen Sitz im Schlichtungsrat des Iran inne, der unter Vorsitz des ehemaligen Präsidenten Haschemi Rafsandschani versucht, Konflikte zwischen den Entscheidungsinstanzen der Islamischen Republik beizulegen. Mussawi ist auch als Maler bekannt und leitet die iranische Kunst-Akademie.

Mussawi kündigte Anfang März 2009 an, im Juni 2009 bei den Präsidentschaftswahlen im Iran anzutreten. Er gilt als Gegner Mahmud Ahmadinedschads, den er bei seiner Kandidatur mit den Worten: „Wir müssen damit aufhören, unsere Ressourcen für kurzfristige Interessen und wertlose politische Ziele zu vergeuden“, kritisierte. „Ich werde die Korruption ausrotten“, versprach er gleich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt. In der Frage des Holocaust distanzierte sich Mussawi sehr deutlich vom Amtsinhaber Ahmadinedschad, „er stellte klar, dass er den Völkermord an den Juden in Nazi-Deutschland verurteilt“.Hinsichtlich des Streits um das iranische Atomprogramm bemerkte Mussawi am 14. April 2009: Niemand im Iran würde die Aussetzung der Urananreicherung billigen, der „Iran werde jedoch nachweisen, dass es nur zivile Zwecke mit seinem Atomprogramm verfolge“.

In einem Aufruf zu einer Kundgebung vor der iranischen Botschaft in Berlin, die gestern stattgefunden hat, wird klar gestellt, dass Moussavi ein Massenmörder ist, der zudem offenbar Chomeini nahe steht/stand:

„MirHossein Moussavi, ein Verfechter vom Ajatollah Chomeinis, war bereitsvom 1981bis 1989 Ministerpräsident und stand dem Präsidenten Ali Khamenei unddem Staatspräsident Mohammad Khatami (1997- 2005) als Berater zurSeite. Er war zuständig für die Massenhinrichtungen und Liquidation derOpposition in den80er Jahren.“

Hoffentlich erinnert sich die Bewegung in Iran seiner Taten, anstatt sich an einen neuen Führer zu heften und dafür mit einem lediglich durch den Austausch des Führungspersonals oberflächlich erneuerten Schreckensregime belohn zu werden.


Die anale Fraktion der Linken

13. Juni 2009

Im Rahmen der dämlichen ActionWeeks, welche derzeit das dümmste, antiintellektuellste und autistischste (no pun intended!) Segment der Berliner Linken durchführt, wurde ein Aufruf zu „Schmuddel Weeks“ veröffentlicht, Motto „Abwertung gegen Aufwertung und Sterni statt Kaviar!“

Die erste Action war nun ein schmuddeliger Besuch im Joop-Laden, bei dem ein absolut unterirdisches Flugblatt verteilt wurde:

„Heute haben wir sie einfach nur besucht, um eine Stunde zu fühlen, wie sich Reichtum anfühlt. Das hat uns nicht gefallen, denn für den Preis eines Kleides leben wir länger als einen Monat, wir brauchen den Scheiß nicht, und wir sind viele und wir werden zurückkommen und sie von Ihren Schranken befreien, damit auch sie, frei von diesem ganzen materiellen Scheiß die Zeit finden für die wirklich wichtigen Dinge, und sich nicht mehr abgrenzen müssen von den Menschen neben Ihnen.“

Die Verweigerung des Punk, die einmal praktische Gesellschaftskritik war, ist beim autonomen Trachtenverein erstarrt zu bloßen Reflexen: billig statt teuer, hässlich statt schön, Scheiße statt Kaviar, Rotz statt Taschentusch. Anstelle der bestimmten Negation tritt das infantile Anti, der (T)Rotz, der nicht über das Bestehende hinausweist, sondern sich auf eine Seite schlägt, das Schlechte noch aufwertet und damit perpetuiert. Mit Phrasen à la „Fanta statt Fatwa“ oder „Kaviar statt Rigaer“ bleibt man natürlich in der selben Dichotomie verhangen. Aber vielleicht sollte man diese Leute einmal mit materialistischer Kritik konfrontieren, indem man sie mit ganz dekadent mit Champagnerflaschen, Sektkübeln und Kaviardöschen bewirft – leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen ja u.U. das Denkvermögen.


Küsst die SPIEGEL-Journalisten1, wo ihr sie trefft

12. Juni 2009

„Offenbar muss man in der mit 60 Milliarden verschuldeten Hauptstadt nur dreist genug sein, dann gibt es auch Bares.“

Siehe auch die Pressemitteilung der Roma-Unterstützer_innen:
„Berlin: Über 100 Roma nach Räumung wieder obdachlos“

  1. in diesem Fall Stefan Witte