Happiness is not around the corner

28. März 2009

Die ums ganze-Gruppierungen sind ja bekannt dafür, genau mit eben jenen zu demonstrieren, gegen die sie dem eigenen Anspruch zufolge demonstrieren (müssten). Die „Wir zahlen nicht für eure Krise!“-Demo liefert dafür mal wieder einige anschauliche Beispiele, über die man lachen könnte wenn es nicht so traurig wäre.

Aufruf TOP Berlin:
„Jede Forderung auf das Gemeinwohl oder die Binnennachfrage und jede soziale Befriedung durch Almosen ist ebenso gegen die Menschen gerichtet, wie die Losung, Misswirtschaft und Gier seien für die Krise ursächlich, eine Lüge ist.“

Transparent Genossinnen von TOP Berlin:


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Aufruf TOP Berlin:
„Jede Sorge um die Verbesserung Deutschlands ist eine Parteinahme gegen die Menschen ­ hier und erst recht anderswo.“

Plakat Genossen von TOP Berlin:


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Auf der Seite der Gesundheitsapostel von Neue Richtung („Deutschland braucht eine Neue Richtung!“) macht man sich nicht nur in Offenen Briefen an das Landratsamt Mittelsachsen Gedanken über den dort tobenden Kfz-Kennzeichenstreit (1, sondern verlinkt auch die Initiative „Neutrales Freies Österreich“, deren Programm rassistisch grundierten und direktdemokratisch abgesicherten Heimatschutz propagiert:

* WIEDERERLANGUNG ÖSTERR. UNABHÄNGIGKEIT !
Derzeit nur möglich durch einen schrittweisen, durch bilaterale Verträge abgesicherten Austritt aus der EU.
* KEIN AUSVERKAUF ÖSTERR. RESSOURCEN !
* KEINE BEITRITTSVERHANDLUNGEN MIT DER TÜRKEI!
* AN DEN INTERESSEN ÖSTERREICHS ORIENTIERTE AUSLÄNDERPOLITIK STATT UNBEGRENZTER
ZUWANDERUNG !
* EINSPARUNGEN BEI POLITIKERN STATT BEIM VOLK!

Bei solchen Bündnispartnern kann es ja nichts werden mit der fuckin happiness.

  1. Die „Neue Richtung“ schreibt: „Es wurde über die Köpfe des Volkes hinweg entschieden, man hat uns diese „Reform“ von der Landesregierung und den herrschenden Parteien aufgezwungen. Der Kreis Mittelsachsen hat wie alle anderen neuen Kunstkreise in Sachsen keine Legitimation durch die Bürger, auch wenn es einen gewählten Kreistag gibt. Wenn der Oberbürgermeister von Freiberg, Bernd-Erwin Schramm, sagt, die Kritik aus Döbeln sei für ihn, wie „wenn der Schwanz mit dem Hund wackelt“, so gießt er damit nur Öl ins Feuer und zeigt allen Döbelnern, was wir für die Herren im neuen Kreis sind: nur noch der Schwanz, die hinterletzte Provinz! Mittweida und Döbeln haben bei dieser Fusion wahrlich mehr verloren als die Stadt Freiberg.“ [zurück]
  2. Foto: Tagesspiegel [zurück]

2 Kommentare

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  1. Also die zwei Damen auf Bild 1 habe ich im antikapitalistischen Block in einer Kette mit verschiedenen UG-Leuten gesehen. Echt widerlich. Die sollten die Einlasskontrollen halt wirklich mal verschärfen!

    (Wobei ich finde, dass deine „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“–“Kritik“ auch irgendetwas trifft. Aber die Mühe, sich mit dem UG-Ansatz auseinanderzusetzen, sollte man sich schon machen. Die gehen ja dahin, weil sie meinen, sie könnten mit ihrer „Intervention“ in solche Demos und Mobilisierungen Leute von ihrer Gesellschaftskritik überzeugen. Ihre Flugblätter, Workshops und Veranstaltungen waren sicherlich nicht das schlechteste in dieser Demo-Vorbereitung.)

    Comment von Wendy — 29. März 2009 @ 19:01

  2. Kleiner Nachtrag, die Verlinkung kann wirklich nicht sein. Ich werde heute umgehend veranlassen, dass dieser Fehler behoben wird. Ansonsten ziehen von 9 Mitgliedern 4 die Konsequenzen. Versprochen! Ich entschuldige mich schon erstmal für den Link, der wohl aufgrund zuviel Vertrauens gegenüber einiger unserer Innitiatoren veröffentlicht wurde, trotzdem bitte ich darum, dass nächste mal etwas genauer zu recherchieren, weil die Damen auf dem Foto nichts damit zu tun haben.

    Comment von Holger Sengstock — 30. März 2009 @ 19:10

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