Refusez d‘obéir

26. Februar 2009

„Monsieur le Président
Je vous fais une lettre
Que vous lirez peut-être
Si vous avez le temps
Je viens de recevoir
Mes papiers militaires
Pour partir à la guerre
Avant mercredi soir
Monsieur le Président
Je ne veux pas la faire
Je ne suis pas sur terre
Pour tuer des pauvres gens
C‘est pas pour vous fâcher
Il faut que je vous dise
Ma décision est prise
Je m‘en vais déserter

Depuis que je suis né
J‘ai vu mourir mon père
J‘ai vu partir mes frères
Et pleurer mes enfants
Ma mère a tant souffert
Elle est dedans sa tombe
Et se moque des bombes
Et se moque des vers
Quand j‘étais prisonnier
On m‘a volé ma femme
On m‘a volé mon âme
Et tout mon cher passé
Demain de bon matin
Je fermerai ma porte
Au nez des années mortes
J‘irai sur les chemins

Je mendierai ma vie
Sur les routes de France
De Bretagne en Provence
Et je dirai aux gens:
Refusez d‘obéir
Refusez de la faire
N‘allez pas à la guerre
Refusez de partir
S‘il faut donner son sang
Allez donner le vôtre
Vous êtes bon apôtre
Monsieur le Président
Si vous me poursuivez
Prévenez vos gendarmes
Que je n‘aurai pas d‘armes
Et qu‘ils pourront tirer“

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Sternburg-Brigaden gegen Bionade-Bourgeoisie

21. Februar 2009

Wer Häuser baut und dafür gar Bäume fällt, bekommt in Kreuzberg und in den umliegenden Bezirken Ärger mit der Kiezmiliz:

1

Hintergrundinformationen zum Battle sind im Berliner Gossenblatt indymedia nachzulesen.

  1. Dank für das Foto an nichtichx2 [zurück]

Ein Abend in der Diskurshölle

21. Februar 2009

unkultur war für einen Abend zu Gast in der Diskurshölle:

„Otto Karl Werckmeister redet ohne Vorlage und auch ohne Verstand. Er schwadroniert bei den Skinheads in Dresden los, die eine „nationalistische Kultur“ mit Thor Steinar und Musik hätten (Kultur wird hier mit Jugendsubkultur von „Skinheads“ gleichgesetzt), demzufolge müsse man fragen, ob „wir“ eine Gegenkultur dagegen aufzubieten hätten. Internationalistisch seien wir, aber Lafontaine hätte mit der Abschottung Deutschlands gegen das Kapital nicht unrecht.

Es war schon grotesk. „Was bleibt ihnen auch anderes, außer ihre Waren national zu vermarkten“ nahm Werckmeister alle national denkenden Kapitalisten in Schutz. Die Dresden-Nazis seien das Problem (als ob das nicht auch inzwischen von Tagesschau, FAZ und SPD verkündet wird, stören die Nazis doch das offizielle Gedenkprojekt).

Über die 3. Internationale, die ein Arm der SU gewesen sei geht es weiter zur Weltbevölkerung, die nicht multinational sei. Das zerfallene Wissen aus dem unaufmerksamen Lesen von Feuilletondebatten, die 10 Jahre zurückliegen, wurde ausgebreitet.
Als weltfremder Herr outet sich Werckmeister, als er die Band Kraftwerk als „Heavy Metal Gruppe“ bezeichnete und sich belustige über Marx-Lesezirkel der 70er Jahre äußerte, wo die Leute Bücher gelesen hätten, teils mit ikonenhafter Verehrung. Sowas wie Bücher bräuchte man heute gar nicht mehr. Klar, Werckmeister schon gar nicht, der auch ohne jegliche Ahnung einfach daherschwatzt, wie ihm das Vorurteil gewachsen ist.
Widerwärtig war die Selbstgewissheit und die autoritäre Geste, mit der hier eine vermeintlich antiautoritäre Botschaft verkündete wurde: erst sollen alle auf Befehl die Hand heben – zack-zack – und dann auf Kommando „frei denken“. Onkel Otto erklärt die Welt und wie die Dinge so laufen. Wie man mit solcher Ahnungslosigkeit gepaart mit Dummdreistigkeit eine Uniprofessur bekommt – eine gute Frage. Ebenso, was sich die veranstaltende Gruppe dabei gedacht hat, so eine Knalltüte auf ein Podium zu setzen […]. Gekrönt wurden seine Ressentiment-getriebenen Ausführungen durch die dümmlichsten Ausfälle gegenüber der kritischen Theorie. Hat man alles schon zig-mal gehört und auch bei der x-ten Wiederholung wird kein Argument daraus: Adorno hätte Jazz als „Sklavenmusik“ bezeichnet.
Außerdem hätte er sich im sonnigen Kalifornien die Zeit vertrieben mit dem Schreiben von Büchern. Die Infamie dieses Arguments besteht darin, geflüchteten Jüdinnen und Juden vorzuwerfen, dass sie den Holocaust überlebt hätten und sich einen faulen Lenz gemacht hätten.“

Zum Staunen luden auch Werckmeisters Ausführungen über eine „alternative Staatsform“, eine „demokratische Kultur“, die von ihm bedauerte „Zerstörung harmonischer Familienverhältnisse“ und das andauernde Einfordern von „Werten“ ein, ebenso seine Bemerkung, „nicht deutsch sein zu wollen“ – wie es angeblich die Kritiker der HeavyMetal-Combo Kraftwerk verlangten – sei „totalität“, denn dann sei man „nichts“. Bleibt die Frage, „was sich die veranstaltende Gruppe dabei gedacht hat, so eine Knalltüte auf ein Podium zu setzen“ – und ihr nicht einmal ins Wort zu fallen bei ihrem gruseligen Gemisch aus DKP-Nostalgie, Pfaffen-Predigt und antiautoritärem Nationalismus.


Never thought I‘d be on a boat

19. Februar 2009

[Lyrics]


Der GSP räumt auf … Wer räumt mit dem GSP auf?

07. Februar 2009

„Weitergehend wurde dann noch mit dem Irrsinn der europäischen Juden aufgeräumt, die da Israel als logische Konsequenz aus dem Holocaust begreifen. Hätten die sich nur einmal nämlich tatsächlich um eine vernünftige Konsequenz aus der NS-Judenverfolgung bemüht, dann wären sie nicht auf den Trichter gekommen, dass sie, weil sie aus rassistischen Gründen verfolgt wurden, obwohl sie ja vorher wirklich alles getan hatten um als vollwertige Staatsbürger zu gelten, nun selbst so eine Show, den Staat, nur halt mit den eigenen Mannen an der Spitze, auf zu ziehen und ihrerseits zum Rassismus gegen Araber zu blasen. Aus dem Umstand als Staatsbürger gescheitert zu sein zu folgern, dass man sich seine eigene Staatlichkeit schafft, ist nun wirklich der unglaublichste Irrsinn.“

Bild: „Scheitern als Staatsbürger“

„… wirklich der unglaublichste Irrsinn“.


Ewiges Rätsel Judentum

02. Februar 2009

„Was sind die Juden eigentlich? Eine Rasse oder eine Religionsgemeinschaft und wie schaffen sie es über Jahrtausende ihre Identität zu bewahren, wo sie doch verstreut in der ganzen Welt auffindbar sind?“

[Kommentar zum Artikel „Schürt der Zentralrat der Juden den Antisemitismus?“ der Hannover Zeitung (via)]