So. 11.01.09 14 Uhr Breitscheidplatz: Warm einpacken!

09. Januar 2009

Der große Vorsitzende hat die Marschrichtung vorgegeben, ich reihe mich ein in die Volksfront für die Verteidigung Israels gegen den eliminatorischen Antisemitismus.

Da der Aufruf bereits an mehreren Stellen gepostet wurde, anbei die aktuelle Liste der Aufrufer_innen, die sich wie ein Who is Who des jüdischen Lebens, gespickt mit etwas bürgerlicher Politprominenz, liest:

„ADF Berlin e.V. / Evelyn, Semen und Svetlana Agronik / Ahawa e.V. / Sharon Adler, Herausgeberin AVIVA-Berlin.de / Antifa Belzig /American Jewish Committee, Deutschland
Arzenu – Bund progressiver Zionisten in Deutschland e.V. / B’nai Brith Berlin Raoul Wallenberg Loge e.V. / Babel TV / BAK Shalom der Linksjugend / Margarita Bardich, Repräsentantin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin / Dr. Alexander Brenner, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin a.D. / Bund der Verfolgten des Naziregimes e.V. / café critique / Der Kreis der Freunde der Habimah Verein zur Förderung Jüdischer Kultur in Berlin e.V. / Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam /
Deutsch-Israelische Gesellschaft, Frankfurt am Main / Deutsch-Israelisches Jugendforum, Bundesverband / Avi Efroni, Herausgeber derBerliton.de / Jürgen Elmen, Berlin / Erik-Verlag, Berlin / Esra-Treffen für Shoa Überlebende und deren Nachkommen e.V. / Jörg Fischer- Aharon, Journalist und Publizist, Berlin / Arno Finkelmann, Berlin / Ruben und Xenia Frenkel, Berlin / Freunde der offenen Gesellschaft (FdoG) / Freunde des Bikur Cholim Hospital Jerusalem e.V. / Freunde von Meir Panim e.V. / Leonid und Tatjana Geismann / Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. / Prof. Dr. Heinz Gess, FH Bielefeld /
Prof. Dr. Karl Grözinger, Universität Potsdam / Dr. Elvira Grözinger, stellv. erste Sprecherin Vorstand Scholars for Peace in the Middle East (SPME) / Dr. Dean Grunwald, Editor in Chief, European Info Press Agency, Niederlande / Heike Grünewald, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Hamburg / haGalil e.V. / haKadima e.V
Olga und Wjatscheslav Hagelganz / Dr. Nikoline Hansen, stellvertretende Landesvorsitzende FDP Berlin / Phillip Häusler, Mitglied des Bezirksvorstandes der Linkspartei Bezirksverband Treptow-Köpenick / Thomas Heppener, Anne Frank Zentrum / Honestly Concerned e.V., Chefredakteur: Sacha Stawski, Frankfurt am Main / ILI – I Like Israel e.V. / Interessengemeinschaft Gehörloser Jüdischer Abstammung in Deutschland e.V. / Interkult unterwegs e.V., Berlin / Internationales Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA), London/Berlin / J-Comm Jewish Community http://www.j-comm.de, Internetportal / Jerusalem Zentrum / JCPA / juedische.at /
Jüdische Gemeinde zu Berlin K.d.ö.R. / Jüdische Gemeinde Hamburg / Jüdische Oberschule, Berlin / Jüdisches Bildungszentrum Chabad Lubawitsch / Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus / Jung und Jüdisch Deutschland, e.V. / Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung / Dr. Martin Kloke, Verlagsredakteur und Publizist, Berlin / Lehawa, Berlin / Lev und Irina Knoring / Judif und Boris Kokotov / Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus / Dr. Raffael Korenzecher, Jewish Berlin Online / Rita Koslova / Kunsthaus Finkels – Jüdischer Kulturverein, Hamburg / Ludmilla Kurjatova / Elena Kushkova / Amir Kusinski-Vovk, Station Manager ISRAIR AIRLINES, Berlin / Prof. Dr. Daniel Krochmalnik, Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg / Dan Lahav, Jüdisches Theater Berlin – Bimah e.V. / Lehawa Berlin / Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg / Masorti e.V. für jüdische Bildung und Erziehung / Nata Merenkova / Mideast Freedom Forum Berlin e.V. (MFFB e.V.) / Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam / Dieter Nyst, E.H.U.D. Kassam-Rocket-Shield, Hermannsburg / Marja Oksanen / Olaf S. Ossmann / Nina Ossipova / Marina Perevosnikova / Gisela Psarras, Bremen / Monika Puginier, Berlin / Prof. Dr. Diethard Pallaschke, erster Sprecher und Vorsitzender SPME, Universität Karlsruhe / Lea Rosh, Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. / E. Schafberg, 1. Vorsitzende Jung und Jüdisch Berlin e.V. / Marat Schlafstein, Berlin / Margrit Schmidt, Fotografin, Berlin / Martin Schulz, Journalist / Heinrich Schumann, Bremen / Aron (Micky) Siegbert, Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin / Ulrike Sommer, Mitglied im Landesvorstand der Berliner SPD / René Stadtkewitz, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, CDU-Fraktion / Adriana Stern / Chana Steinwurz, Sprecherin des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus / Rita Stockmann, Wizo Berlin / Walter Sylten, Arbeitsgemeinschaft der Vertretungen politisch, rassisch und religiös Verfolgter, Berlin / Fanny Tepman, Berlin / Tuulikki und Kimmo Tepora, Friends of Israel, Finnland / David Usher, Vorsitzender der Elternvertretung der jüdischen Kindertagesstätte, Berlin / Boris Vainrub / Ina Vassilevskaia / Wissenschaftliche Gesellschaft WiGB bei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin / Wizo e.V., Berlin / Yad Achat e.V. / Zentralrat der Juden in Deutschland / Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e.V.“

Neben den offiziell Aufrufenden mobilisieren auch offene Rassist_innen wie politically incorrect und die Moschee-Gegner_innen der IPAHB zur Demo. Falls die entsprechenden Personen vor Ort erscheinen sollten, werden sie hoffentlich wie auf der diesjährigen Al Quds-Gegenkundgebung vom Veranstalter entfernt oder erhalten andersweitig Platzverweise.

EDIT:
Zur antisemitischen Mobilmachung, die in Deutschland wie in Europa im Allgemeinen zunehmend von der verbalen in die militante Phase übergeht, siehe
- Drohungen gegen pro-israelische Demo in Frankfurt
- Rostock: Angriff auf Haus der jüdischen Gemeinde
- Unna: NS-Soli mit Hamas
- „Eine Welle antisemitischer Gewalt schwappt durch Europa“


28 Kommentare

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  1. ja, wie gut, dass du es erwaehnst: unterstuetzer teilweise unter aller sau. aber das ist eigentlich bei fast jeder demo so.

    Comment von saltzi — 9. Januar 2009 @ 00:39

  2. „aber das ist eigentlich bei fast jeder demo so.“

    alt und verbittert ;)

    Comment von waiting — 9. Januar 2009 @ 00:52

  3. http://www.indymedia.org.uk/en/2009/01/417310.html

    drohungen gegen die kundgebung in berlin.

    Comment von a/d — 9. Januar 2009 @ 01:00

  4. sag mal, repulsive, postest du das eigentlich ueberall wegen der humoresken komponente oder nimmst du das als drohung uebermenschlicher antiimperialistischer supermaenner wirklich fuer voll? hast du dir dein exaktes wissen ueber berlins linke szene auch zusammengegoogelt?

    Comment von saltzi — 9. Januar 2009 @ 02:25

  5. W: das ‚alt‘ nimmst du zurueck. sonst sind am sonntag nicht die antiimps dein problem.

    Comment von saltzi — 9. Januar 2009 @ 02:26

  6. ich würde machen, was der alte mann sagt

    Comment von scheckkartenpunk — 9. Januar 2009 @ 03:24

  7. @saltzi:
    ich find diesen text halt ätzend.
    und da hier was von drohungen in frankfurt stand, dachte ich er wäre vielleicht erwähnenswert. sicher ist das meiste schwachsinn und die kundgebung nicht gefährdet, aber wie dazu aufgerufen wird einzelnen aufzulauern fand ich krass.
    und das du wahrscheinlich 500 mal mehr szenekentnisse hast als ich, will ich gar nicht bestreiten. ich geh sonst eigentlich auch nie zu demos. liegt mir irgendwie nich.

    Comment von a/d — 9. Januar 2009 @ 09:52

  8. ich bin auch kein ordentlicher linker, irgendwie.
    ich war noch nie bei einer (berliner) antifagruppe und in hausprojekten besauf ich mich nur. tja.

    Comment von a/d — 9. Januar 2009 @ 11:14

  9. du musst hier nicht direkt den befindlichkeitstriptease vollfuehren.was du bist oder nicht bist ist mir ziemlich egal.
    mir gehts nur etwas auf den keks, einen aufruf von einem minderbemittelten als beispiel fuer die gewalttaetige berliner szene zu posten. das heizt einen konflikt an, den es ausserhalb des internets gar nicht gibt.
    scheckkarte: du bist tot

    Comment von saltzi — 9. Januar 2009 @ 13:39

  10. ich kommentiere mal eben undercover aus der linksextremistischen zentrale m*****rot. bis jetzt keine verdaechtigen beobachtungen machen koennen. hoffe,dass ich ueberlebe. hoher antiimp-faktor und die bahamas auf meinem tisch.

    Comment von ichstinkenachopa — 9. Januar 2009 @ 14:33

  11. […] Am Sonntag um 14 Uhr findet am Breitscheidplatz eine Solidaritätskundgebung für Israel statt, zu der Waiting, Saltzi und die Bahamas den Aufruf verbreiten (Dissi schenkt “jedem menschen, der vor ort ab 14h “kotzboy” ruft, ein israel-fähnchen” – solange der Vorrat reicht), zu der aber auch Politically Incorrect und Moscheegegner von der “Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger” mobilisieren. […]

    Pingback von classless Kulla » Blog Archive » Die Israel-Situation — 9. Januar 2009 @ 15:53

  12. für ffm mobilisiert auch politically incorrect, wobei deren leser in den kommentaren, wenig überraschend, vom auftritt des „arroganten“ und „schmierigen“ (ot pi-kommentatoren) michel friedman nicht so begeistert sind.
    da kann ich mich dem wunsch nach platzverweisen nur anschließen…

    Comment von kaputt — 9. Januar 2009 @ 15:56

  13. „W: das ‘alt’ nimmst du zurueck. sonst sind am sonntag nicht die antiimps dein problem.“

    wir können uns in der jetzigen situation keine sektiererischen spaltereien leisten. war on terror statt war of generations – alt und jung hand in hand gegen antisemitismus!

    Comment von waiting — 9. Januar 2009 @ 20:25

  14. mach dir keine sorgen. pro demo schaffe ich sowieso nicht mehr als eine kv. und die ist fuer sonntag schon reserviert.

    Comment von saltzi — 9. Januar 2009 @ 21:22

  15. Da die letzten Kommentare auch eher in Richtung „Chat unter Bekannten“ gehen, wage ich es jetzt mal, meine eigenen wenig fundierten Gedanken hier unterzubringen. Wenig fundiert weil ich wirklich kein Experte in Sachen Israel bin und meine Informationen aus diversen Blogs und Zeitungen zusammensammle. Also:

    Keine Frage, das Gerede von „Vernichtung“ der Palästinenser, „Selbstverteidigung“ der Hamas etc. lässt sich idiologisch recht einfach als Antisemitismus verorten. Und dass der Raketenbeschuss durch die Hamas einen unerträglichen Zustand in den betroffenen Regionen Israels verursacht hat, in denen ein normales Leben ohne ständige Angst nicht mehr möglich ist, ist wohl auch klar (soweit ich weiss, gab es um Weihnachten auch einen Toten).

    Aber: ist es wirklich korrekt, wenn in dem Pro-Israel-Demo-Aufruf von Selbstverteidigung Israels im Zusammenhang mit der derzeitigen Offensive gesprochen wird? Muss man sich nicht auch fragen, ob es Handlungsalternativen gegeben hätte, die weniger Tote und Verletzte gefordert hätten? Immerhin scheint mir das Argument der nahenden Wahlen nicht ganz von der Hand zu weisen. Und was ist mit der Blockade? War das wirklich der richtige Weg, um dem Frieden näher zu kommen, oder war die Eskalation von Seiten der Israelischen Regierung am Ende doch mit einkalkuliert oder gar gewünscht?

    Wohl gemerkt sollen das nicht nur rethorische Fragen sein – ich kenne die Antworten nicht. Sollte man die Fragen zu ungunsten der israelischen Politik beantworten müssen, würde das die Solidarität mit Israel und gegen diejenigen, die Israels Untergang wünschen, auch keinesfalls in Frage stellen.

    Allerdings stellt sich die Frage, ob man die derzeitige Militäraktion wirklich unterstützen sollte. Wenn in Gaza Zivilisten sterben, weil israelische Politiker weniger für die Existenz Israels, als für ihre eigene berufliche Zukunft kämpfen lassen, so könnte man wohl schwerlich von „Selbstverteidigung“ Israels sprechen. Dann wären die Toten in Gaza durch nichts zu entschuldigen.

    Muss Solidarität mit Israel bedeuten, die derzeitige Offensive zu unterstützen? Also, vielleicht kann mir jemand bei meinen Fragen weiterhelfen.

    Comment von versuch — 10. Januar 2009 @ 03:09

  16. du stellst die falschen fragen, denke ich. ob operation gegossenes blei nun der richtige umgang mit dem andauernden raketenbeschuss ist oder ob andere methoden angesagter wären – wer vermag solche militärstrategischen fragen schon (vor allem vor abschluss der aktion) zu beurteilen? und an welchem maßstab wird dann ein ‚erfolg‘ gemessen? raketenbeschuss gestoppt, 500 tote zivilisten – alles roger?

    sobald man sich auf solche realpolitische ebenen einlässt, wird es entweder zynisch gegenüber den menschen in den pal. gebieten oder erpresserisch gegenüber israel. so langweilig es ist, m.e. bleibt nichts anderes als das ewig gleiche mantra herunter zu beten, wonach der staat israel aufgrund der bekannten geschichte und gegenwart als einziger staat eine legitimität beanspruchen kann. da er sich nun einmal nicht als anders denn in der form eines (bürgerlichen) staates einschließlich polizei und militär behaupten kann, erstreckt sich die solidarität zwangsläufig auch auf diese einrichtungen. die solidarität ist zwar bedingungslos, aber negativ begründet, was das bewusstsein einschließt, dass die anwendung von waffengewalt zumal im permanenten ausnahmezustand des israelischen staates zwangsläufig auch ‚unschuldige‘ treffen muss, da sonst das funktionieren des apparates und damit die existenz israels in frage stünde.

    wenn man sich nun entscheidet, auf die morgige demo zu gehen, dann eben nicht als ‚fan‘ der konkreten idf-operationen, sondern um seinen lächerlich geringen beitrag zur existenzsicherung israels zu leisten sowie ein zeichen gegen den sich gerade formierenden militanten antisemitismus der straße (siehe oslo) wie der europäischen politik zu setzen.

    Comment von waiting — 10. Januar 2009 @ 14:37

  17. wie stellst du dir denn die verteidigung der israelischen buerger vor? also mal ganz konkret? seit 8 jahren werden raketen auf israel geschossen. dass es dabei nicht mehr tote gibt, liegt einfach nur an den geringen technischen moeglichkeiten der hamas etc. natuerlich ist die militaerische offensive gegen den gaza wenig humanitaer und natuerlich gibt es zivile und unschuldige opfer. vom standpunkt eines militaerischen laien wirkt das wie eine fuzzyreaktion. niemand bejubelt das. also niemand, der bei klarem verstand ist. aber wie sieht denn die konkrete alternative aus?

    Comment von saltzi — 10. Januar 2009 @ 18:34

  18. meinst du versuch oder mich?

    wie gesagt, die entwicklung konkreter maßnahmen oder alternativem zur jetzigen offensive ist nicht mein job. wenn die israelische regierung und militärführung das vorgehen für richtig hält, werde ich das sicher noch gegen jeden deutschen trottel verteidigen. ob es nun wirklich die einzig mögliche reaktion ist, vermag ich weder unter strategischen noch unter moralischen gesichtspunkten zu sagen, aber darauf kommt es auch nicht an, da, wie gesagt, solidarität sich in diesem fall bedingungslos ist.

    Comment von waiting — 10. Januar 2009 @ 18:47

  19. versuch. dir kann ich sowieso nix erklaeren.

    Comment von saltzi — 10. Januar 2009 @ 23:07

  20. @waiting: Einverstanden, auf die Demo zu gehen, ist sicherlich eine Möglichkeit, ein -wenn auch geringes- Gegengewicht zu den vielen Anti-Israel-Demos zu bilden. Allerdings hätte ich meine Fragen auch nicht gestellt, wenn auf deinem Link zum Demoaufruf nicht explizit stünde „Support Israel – Opperation Cast Lead“. Ich bin auch einverstanden mit deinem „Mantra“, wenn es um die (verbale) Verteidigung Israels geht. Innerhalb einer Debatte von Leuten, für die das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels selbstverständlich ist, sollte man aber, denke ich, schon über die konkrete Form der Selbstverteidigung nachdenken, denn das nicht zu tun, wäre doch auch zynisch gegenüber den Menschen in Gaza, oder?

    @saltzi: ich habe keine Ahnung. Das ist ja genau mein Problem. Aber meine Frage, ob der Druck auf die Bevölkerung in Gaza durch die Blockade nicht auch zur Eskalation beigetragen hat, bleibt. Zipi Livni , dass die humanitäre Situation in Gaza »ge­nau so ist, wie sie sein sollte«. Das ist wohl auch zynisch. Vielleicht hast du wirklich recht, saltzi, aber mir fällt es angesichts der vielen Toten nicht leicht, nur die rationale Argumentation gelten zu lassen.

    Comment von versuch — 11. Januar 2009 @ 00:20

  21. …ich übe nochmal mit dem Link.

    Comment von versuch — 11. Januar 2009 @ 00:27

  22. […] http://waiting.blogsport.de/2009/01/09/so-110109-14-uhr-breitscheidplatz-warm-einpacken/ [zurück] (na wer hätte dazu ne Fußnote erwartet? […]

    Pingback von überraschung, leichter gemüter und arbeit | IdrawESCAPEplans — 11. Januar 2009 @ 01:36

  23. „Innerhalb einer Debatte von Leuten, für die das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels selbstverständlich ist, sollte man aber, denke ich, schon über die konkrete Form der Selbstverteidigung nachdenken, denn das nicht zu tun, wäre doch auch zynisch gegenüber den Menschen in Gaza, oder?“

    ja, und welchen maßstab willst du bei einer solchen debatte anlegen? den des idealtypischen israelischen generals, den es um die militärische absicherung seines territoriums geht? den es (nachfahren von) shoah-überlebenden, traumatisiert von der lagererfahrung, der jeden antisemitismus als vernichtungsdrohung pars pro toto erlebt? den des kadima-politikers, dem es um seine wahlchancen geht?

    der widerspruch zwischen dem schutzraum und dem nationalstaat lässt sich nicht auflösen, beide fallen in eins. diesen doppelcharakter israels kannst du nicht durch moral übertünchen.

    diesem widerspruch ins auge zu schauen, räumt aber auch die möglichkeit ein, empathie für das leid der palästinenser aufzubringen – leiden, das sich in einer kapitalistisch organisierten welt aber maximal lindern, nicht beseitigen lassen wird.

    ein text, der dieses paradox recht gut auf den punkt bringt, findet sich hier (im zweiten teil):
    http://akagoettingen.blogsport.de/2009/01/11/darum-israel/

    Comment von waiting — 11. Januar 2009 @ 22:12

  24. und, wie war’s?

    Comment von tom — 11. Januar 2009 @ 22:15

  25. Umfasst eure Blankoscheck-Solidarität eigentlich auch das?

    Comment von lysis — 12. Januar 2009 @ 19:17

  26. im gegensatz zu dir glaube ich nicht an das gute und schlechte, das linke und rechte im staat.

    Comment von waiting — 12. Januar 2009 @ 21:14

  27. streitet euch doch nicht.

    Comment von saltzi — 12. Januar 2009 @ 21:23

  28. „Blankoscheck“
    Depp!

    Comment von kaputt — 13. Januar 2009 @ 16:26

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