Wussten wir’s doch!

22. Februar 2008

Die Ausländer, obwohl Gäste im Land, haben nichts zu tun als sich den ganzen Tag zu beschweren:

„Wir, die Asylbewerber, die in dem Flüchtlingsheim von Katzhütte leben, möchten ihnen mitteilen, dass wir unter den äußerst miserablen Zuständen in unserem Flüchtlingsheim sehr leiden und deshalb entschieden haben, auf verschiedene Art und Weise zu protestieren, um das Camp zu schließen aus den folgenden Gründen:“

Die Ausländer bleiben am Liebsten unter sich. Die Familie ist ihnen oberste Instanz, deswegen leben bei ihnen immer alle Generationen unter einem Dach (manchmal kommt es dadurch zu Reibungen und Bränden):

1. Wir, das sind um die 35-40 Einzelpersonen (jung und alt) und mehrere Familien aus aller Welt, die völlig isoliert, ohne jeglichen Kontakt zur deutschen Gesellschaft in einer Gemeinschaftsunterkunft in Katzhütte leben. Katzhütte ist ein kleines Dorf im Thüringer Wald, 1h30 Minuten mit dem Zug entfernt von Saalfeld.

Die meisten Ausländer sind Kriminelle, die hinter schwedische Gardinen gehören:

„2. Wir und unsere Kinder werden hier wie Kriminelle behandelt, obwohl wir keine sind. Wir leben wie in einem Gefängnis weggesperrt, nur weil wir Asylbewerber sind.“

Die Ausländer waschen sich nie, riechen komisch und kacken in unsere Vorgärten:

„3. Von 17.00 bis 8.00 stellt die Heimleitung uns das warme Wasser für die Dusche ab und nach 16.00 Uhr dürfen wir die Gemeinschaftsküche nicht mehr benutzen. Wir bekommen von der Heimleitung weder Seife noch Toilettenpapier, obwohl sie verpflichtet wären uns selbiges auszuhändigen.“

Die Ausländer sind nicht so ordentlich wie wir und leben deshalb im Dreck:

„4. Unsere Schlafräume befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Es sind alte heruntergekommene Hütten, gebaut aus Karton und Faserplatten. In den Hütten riecht es muffig, weil die Wände angeschimmelt sind. Wir haben Angst, dass sich das auch auf unsere Gesundheit auswirkt.“

Die Ausländer wollen sich nicht integrieren und weigern sich, Deutsch zu lernen:

„5. In Katzhütte gibt es für uns keine Möglichkeit einen Deutschkurs zu besuchen bzw. anderweitig die deutsche Sprache zu erlernen. Deshalb sprechen die meisten von uns kein Wort deutsch. So brauchen wir immer irgendjemanden, der uns die Briefe von der Ausländerbehörde oder dem Doktor übersetzt.“

Die Ausländer liegen uns auf der Tasche, beziehen Sozialhilfe von unseren Steuern und werfen ihr Geld für unnütze, überteuerte Sachen zum Fenster raus:

„6. Seit Januar 2008 bekommen wir unsere Sozialhilfe nur noch in Form von Gutscheinen ausgehändigt. Wir bekommen gar kein Bargeld mehr und die monatliche Summe wird nicht auf einmal ausgezahlt. Mit den Gutscheinen können wir nur in einem bestimmten Supermarkt Lebensmittel einkaufen. Dieser Supermarkt gehört der Tegut Kette an und ist einer der teuersten Supermärkte von Deutschland, so dass unsere Sozialhilfe meist nur für eine Woche reicht.“

Die Ausländer klauen unsere Autos. Wenn sie kein Auto klauen, fahren sie schwarz:

„7. Um uns aus Katzhütte weg zu bewegen, müssen wir einen Urlaubsschein bei der Ausländerbehörde in Saalfeld beantragen. Das Zugticket, um nach Saalfeld zu fahren müssen wir selber bezahlen. Da wir aber für die Gutscheine ausschließlich Lebensmittel bekommen, haben wir kein Geld für ein Zugticket. Das ist vor allem für die Familien mit Kindern ein Problem, die mit den Kindern öfter zu einem Arzt nach Saalfeld fahren müssen.“

Die Ausländer waschen sich nicht und haben deswegen ansteckende Krankheiten:

„8. Um uns zu duschen, müssen wir ca. 300 Meter durch die Kälte laufen, so dass viele Kinder und alte Menschen kontinuierlich krank sind. (Katzhütte befindet sich in den Bergen, der Winter ist lang, die Temperaturen sind oft unter null Grad mit Schnee)“

Die Ausländer sind sehr aggressiv und streiten sich oft mit ihrer Familie und Anderen in voller Lautstärke. Oft kommen sie mit moderner Technik nicht zurecht:

„9. Wir leiden außerdem unter der Art und Weise, wie wir von der Heimleiterin behandelt werden. Sie schreit uns oft an und bestraft uns kollektiv, indem sie das Wasser in der Küche abstellt, den Kühlschrank oder den Elektroheizer konfisziert oder die Gemeinschaftsküche abschließt.“

Die Ausländer wollen uns unsere Arbeitsplätze, unsere Häuser und unsere Frauen wegnehmen:

„Wir wollen ein Ende von diesem Leben voller Schikanen und psychischer Folter! Wir wollen in normalen Häusern leben und nicht in Baracken! Wir wollen dieses miserable Heim schließen! Wir rufen Euch auf, uns zu unterstützen in unserem Kampf um unsere Würde! Wir bitten Euch um Eure Solidarität!“

[Quelle]


1 Kommentar

Der URI für den TrackBack dieses Eintrags ist: http://waiting.blogsport.de/2008/02/22/wussten-wirs-doch/trackback/

  1. […] -> Hier hatte ich auf den Protestbrief der Flüchtlinge des in Thüringen gelegenen Lagers Katzhütte aufmerksam gemacht. Mittlerweile waren Vertreter von Gemeindeverwaltung und Landratsamt zu Besuch. Zudem hatten die Bewohner_innen zu einer Pressekonferenz und Lagerbesichtigung geladen, ein Termin, der wohl trotz Sabotageversuche der Lagerleitung und der uniformierten Menschenjäger_innen sowie mangelnder Solidarität von (links-)deutsccher Seite recht erfolgreich verlief. […]

    Pingback von Wartezeit überbrücken … :: Auswertungsrunde :: März :: 2008 — 26. März 2008 @ 01:43

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Eintrag.

Kommentar hinterlassen

Leider ist der Kommentarbereich für dieses Mal geschlossen.


Datenschutzerklärung