EA Leipzig an Web 2.0: Hallo, jemand zuhause?

19. Juni 2007

„Zu eurem eigenen Schutz und zum Schutz von Betroffenen bzw. Beteiligten: überlegt euch genau, was ihr wie im Internet veröffentlichen wollt und warum. Fragt euch vorher: Welche Informationen sind wirklich wichtig und auf welche Details kommt es gerade nicht an? Das gilt erst recht bei Aktionsberichten. Überlegt also, ob es für Dritte relevant ist, dass ihr in der letzten Nacht in der Nähe euer Schule „ein super geiles Graffiti“ gesprüht habt oder welche illegalisierten Substanzen ihr bei der letzten Party „geschmissen“ habt. Seid euch bei Postings im Internet immer bewusst, dass diese nicht nur von einem kleinen Freundes- oder Szenekreis, sondern auch von Nazis oder Bullen gelesen werden können und auch gelesen werden. In diesem Zusammenhang sei auch noch mal erinnert: NIE aber auch NIE euren richtigen Namen im Internet verwenden!“


dates_ffm_ivi_antifa_june_july.doc

15. Juni 2007

15.06. (HEUTE!): Bunny Rabit (HipHop from Brooklyn/NY)
@ ivi
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17.06. Kundgebung gegen die Ausstellung des BdV – Bund der Vertriebenen
@ Paulsplatz
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30.06. *Your IvI needs you! – Demo für die Schaffung und den Erhalt kultureller Räume*
@ Kaisersack
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07.07. Bundesweite Nazi-Demo verhindern! Mittel allen Ebenen, auf sämtlichen Mitteln usw, ihr wisst schon
@ FfM [all over]
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Junge Welt > Jungle World > Jungle Welt?

14. Juni 2007

Stefan Wirner schreibt in der „Welt“ über die linke Realitätsverweigerung hinsichtlich der Frage nach dem Ursprung und Grund der Gewalt in Rostock. Fragt sich nur, wie realitätsgerecht es ist, ausgerechnet in einem rechten Blatt wie der „Welt“ gegen Links anzuschreiben. Von Sympathie für Wirner seitens der strunzdummen „Welt“-Leserschaft zeugen die Kommentare: „masochistischer Selbsthass“ der 68er, „links=rechts“, „Vermummte rausfischen“ usw.
Immerhin besitzt die Jungle World noch die Größe, sich auf ihren eigenen Seiten kritisieren zu lassen (Klaus Behnken: „Die Wiederkehr des Mobs“). Und Carlos ‚Debord‘ Kunze hat wie immer recht, auch wenn mich langsam der Verdacht beschleicht, dass er zur Generierung seiner Artikel stets das selbe Rezept anwendet: den jeweiligen Gegenstand kurz anreißen (3 Zeilen zu Beginn), die Klassenlage der jeweiligen Bewegung anführen (4 Zeilen), einige Auszüge aus der „Gesellschaft des Spektakels“ verwursten (zieht sich durch den gesamten Text), Phrasenmixer an, Text fertig.
However: jedenfalls besser als sich dem nationalkonservativen Mob anzudienen, auch wenn einen die die realexistierende Linke zur Verzweiflung bringen kann.

Update:
„…wenn ich gewisse demokratische Grundsätze gar nicht tolerieren will“ – Interview mit Stefan Wirner zur Gewaltfrage in der Linken